Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 3
Die wohl den meisten bekannte Frage, ist die nach dem „Was?“
Dieses nahm bei mir schon verschiedene Formen an. Erst BTA (biologisch-technische Assistentin), dann Betriebswirtin. Ehrlich habe ich mich aber erst gefragt, als ich in meiner Quarterlife-Crisis ankam. Was könnte wirklich das Richtige für mich sein – und das für möglichst lange Zeit? Ich begann mit dem Ikigai-Modell auf die Suche zu gehen. Ich lernte es, effektiv Ziele zu setzen und kleine Schritte zu planen, die bewältigbar waren. Die Reise hatte begonnen. Die Suche war gestartet. Und ich war mittendrin, das Eine zu finden, was mich langfristig glücklich stimmen würde.
Die Suche nach dem Ikigai
Es war 2024, als ich mein Reflexionsgespräch bei einem lokalen, mittelständischen Unternehmen in meinem Terminkalender stehen hatte. Die Probezeit war so gut wie vorbei, und ehe ich mich versah, begann meine Vorgesetzte das Gespräch mit den Worten: »Lass es mich direkt frei heraus sagen: Wir werden deinen Arbeitsvertrag nicht verlängern.« Mir fiel die Kinnlade herunter. Alle möglichen Gefühle waren in diesem Moment in mir. Unverständnis, Neugierde, Trauer, Bedauern, Wut und vor allem Schockiertheit. An erster Stelle Schockiertheit. Auf meine Frage, was denn falsch gelaufen sei, bekam ich die Antwort: »Es passt einfach nicht.« Eine Antwort, die mich noch monatelang zum Grübeln brachte.
Innerhalb eines Augenblicks war ich nicht mehr Teil des Teams, arbeits- und orientierungslos. Im Nachhinein war ich dann aber gar nicht so unglücklich darüber, nicht mehr in der Qualitätssicherung zu arbeiten. Die Audits, an die man sich halten musste, waren nicht mein Favorit. Zu viel strenge Strukturen, zu wenig Raum für Kreativität und das Menschsein – aus meiner Sicht. Dennoch bedauerte ich es, nicht mehr in der Erwachsenenbildung tätig gewesen zu sein. Es war schön, anderen etwas beizubringen und dafür bezahlt zu werden, gute Schulungen zu geben. Etwas, das ich vermisste, wenngleich ich den Blick auf etwas anderes geworfen hatte: Schulungen zu halten über Soft Skills, Kommunikationstraining und Beziehungsarbeit. Das war eine andere Welt, fernab von Qualitätssicherung und Audits.
So gab ich also an demselben Tag, an dem mir verkündet wurde, dass ich gekündigt wurde, meinen Laptop und alle dazugehörigen Arbeitsmaterialien ab und startete in eine ungewisse Zukunft. Zu Hause angekommen, war ich verwundert, wie jemandem auf eine solche Weise und ohne triftigen Grund kommuniziert werden konnte, dass man nicht länger Teil des Teams war, dachte aber gleich daran: „Was kommt als Nächstes?“
Ich spielte mit dem Gedanken, zurück zu dem Hamburger Beratungshaus zu gehen, in dem ich die Jahre zuvor gearbeitet hatte, chattete mit meinem ehemaligen Vorgesetzten und erfuhr, sie würden keine Mitarbeiter mehr suchen. „Soll mir recht sein“, dachte ich mir. „Das Reisen würde ohnehin nicht mehr zu mir passen.“ Dann kam ich auf die Idee, mich für Jobs zu bewerben, die in der Erwachsenenbildung waren und einen Schwerpunkt in den Themen Soft Skills, Kommunikationstraining und Beziehungsarbeit hatten. Ich bewarb mich auf alles, was ich finden konnte – um Absage nach Absage zu kassieren. Die Türen schienen sich mir alle zu verschließen. Und ich wollte den Gedanken nicht aufgeben, es doch irgendwie in diesen Bereich zu schaffen.
So saß ich an meinem Schreibtisch in meiner Wohnung und grübelte vor mich hin. Erst vor Kurzem hörte ich von dem Ikigai-Modell. Es ist ein japanisches Konzept, das als „Lebenssinn“ oder „das, wofür es sich zu lohnt zu leben“ übersetzt wird und schien mir der heilige Gral dafür zu sein, die eigene Berufung zu finden. Nach einiger Online-Recherche und einem Buchkauf (Ikigai: Die japanische Lebenskunst, von Ken Mogi) schritt ich zur Tat und malte Kreise auf meinen Schreibblock. Ich befüllte die Kreise nach bestem Wissen und Gewissen und sah mir mein Werk an. Mich strahlten die Antworten an, die mich auf das Ikigai „Coaching“ brachten.
Und so erinnerte ich mich an eine Trainerin, die in dem Unternehmen als selbstständige Coachin arbeitete, aus dem ich gerade gekündigt worden war. Ich wusste durch meine zwölf Jahre Berufserfahrung in der Industrie, dass so gut wie alle TrainerInnen selbstständig waren, die für ebenjene – für mich interessanten – Themen Schulungen gaben. Es gibt zwar einige Jobs in der Personalentwicklung oder der Organisationsentwicklung … nur leider bekam ich auf eben diese Bewerbungen lediglich Absagen. „Also eine Selbstständigkeit beginnen?“ War das die Frage – oder eher die Antwort auf meine Suche?
Seitens der Agentur für Arbeit war klar: Ich würde mein Arbeitslosengeld erhalten, wenn ich nicht mehr als 14,9 Stunden pro Woche für eine Selbstständigkeit investierte. Klar war aber auch, dass das Arbeitslosengeld endlich ist und ich somit einen klaren Zeithorizont hatte, in dem ich sie mir aufzubauen hatte, um mich selbst damit tragen zu können. Ein hohes Ziel, wie sich später noch herausstellen sollte. Und doch ging ich den Weg in Richtung Selbstständigkeit, auf der Suche nach dem richtigen Job.
Das Ikigai-Modell ist inzwischen sehr berühmt. Online und auch in der nächstgelegenen Buchhandlung findet man viele Inhalte zu diesem Thema. Es ist ein Modell, mithilfe dessen man eingrenzt, wofür man brennt, worin man gut ist, was die Welt – aus der eigenen Sicht – benötigt und womit man Geld verdienen kann. Der Schnittpunkt dieser vier Ebenen soll das Ikigai ergeben: Die Tätigkeit, die für einen Sinn ergibt. Für manche mag das romantisiert klingen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass es ein hilfreiches Werkzeug sein kann, um sich die eigenen Prägungen vor Augen zu führen. (https://karlhosang.de/ikigai/)
Was das Ikigai-Modell kann: Für Sinnsuchende ist es oft ein Aha-Moment, den Blick vom reinen Jobtitel wegzulenken und sich mehr auf den Sinn der Arbeit zu fokussieren. Es eignet sich zudem optimal zur Selbstreflexion und verbindet idealistische, wie auch pragmatische Aspekte, indem reflektiert wird, was Freude bereitet, wo die eigenen Fähigkeiten liegen, was gesellschaftliche Relevanz in sich trägt und womit man seine Existenz absichern kann. Neben dem entlastet es, indem es vom klassischen Leistungsdenken ablenkt.
Was das Modell nicht kann: Es suggeriert, dass sich alles richtig anfühlt, wenn man sein Ikigai gefunden hat – was nicht der Fall sein muss. Zudem blendet es das Setting, das wir im letzten Kapitel behandelt haben, beinahe vollständig aus und funktioniert schlecht in existenziellen Phasen, in denen man Zeitknappheit, Instabilität und minimalen Ressourcen gegenübersteht.
Zusammengefasst: Es hilft, einen Überblick zu gewinnen, ist jedoch nur eine Momentaufnahme und rückt nur gewisse Teile des Gesamten in den Fokus – nicht das Gesamte selbst.
Ziel setzen und Schritte planen
Ich setzte mir also ein großes Ziel. Innerhalb von sechs Monaten eine realistische Zukunft als Coachin aufzubauen. Nicht gerade SMART – aber dazu kommen wir später noch.
Ich fand eine Weiterbildung als Coachin in der Nähe und begann sie mit der vertraglichen Vereinbarung, die Ausbildungskosten ab Januar 2025 abzubezahlen. So hatte ich einige Zeit, mich um die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen zu kümmern – einen Kredit aufzunehmen und das Geschäft anzukurbeln.
Nach kurzer Zeit hatte ich Kontakte zu Kunden, meinem damaligen Mentor und einigen anderen etablierten Coaches aufgebaut und die ersten Einnahmen erzielt. Die Gespräche mit der IHK (Industrie- und Handelskammer) waren erbaulich, der Businessplan war eingereicht und der Kreditrahmen war gesetzt. Es fehlte lediglich eine letzte Unterschrift, ehe die ersten Zahlungen aus dem Kredit eingegangen wären, und dann wurde ich krank. Sehr krank. „Und nun?“ fragte ich mich erneut. »Erst einmal gar nichts«, beantwortete mein Therapeut mir meine Frage.
So hatte es sich dann ausgeselbstständigt für mich. Meine Kunden wurden an meinen Mentor weitergeleitet, die Unterschrift für den Kredit wurde nicht gesetzt. Er wurde storniert – die Zahlung für die Stornierung ging von meinem Ersparten ab und einige Wochen, nachdem ich in die Klinik gegangen war, bekam ich Krankengeld.
Was ich aus dieser Zeit gelernt habe, ist, dass man sich an das Arbeitspensum halten sollte, das man realistisch leisten kann. In meinem Fall waren 14,9 Stunden in der Woche zu wenig gewesen, um eine Selbstständigkeit aufzubauen. Es waren definitiv mehr Stunden, die ich für den Aufbau investiert hatte – nur hatte ich eben keine 14,9 Stunden pro Woche Einnahmen aus Coaching-Stunden gehabt. Somit war es seitens der Agentur für Arbeit alles im legalen Rahmen.
Die Mehrarbeit hatte mir jedoch massiv zu schaffen gemacht, da man am Anfang einer Selbstständigkeit alle Rahmenbedingungen selbst aufbauen muss. Man hat eine Struktur zu etablieren. Man hat Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, die einen langfristig finanziell und sozial tragen. Man hat einen Businessplan zu erstellen. Man hat eventuell eine Weiterbildung zu absolvieren. Und vor diesem Hintergrund hat man sich existenziell abzusichern. Es ist ein enormer Druck, der damit einhergeht. Heute habe ich großen Respekt vor Personen, die sich eine Selbstständigkeit aufbauen. Wenngleich das Ikigai auch besagt, man habe darin seine Berufung gefunden.
Was ich durch meine Suche nach meinem Ikigai nicht beachtet hatte, war, dass Festanstellung – die ich gut kannte – nicht gleich Selbstständigkeit ist – die ich nicht kannte. Der Arbeitsalltag ist jenseits voneinander, ist man im Bereich „Coaching“ tätig. Ohne Büro, in das man geht. Ohne Leute, die man bei der Arbeit trifft. Ohne Sicherheit in Sachen finanzielle Einnahmen. In der Selbstständigkeit ist alles dynamisch, bis man sich seine Strukturen aufgebaut hat. Und diese Strukturen aufzubauen kann sehr herausfordernd sein, vor allem, wenn man nur wenig Ressourcen dafür hat.
Heute stehe ich an einem anderen Punkt. Heute habe ich die Ressourcen für eine angemessene nebenberufliche Tätigkeit. Eine Tätigkeit, die langsam vor sich hinplätschern darf – eine, die in der Welt steht und die ich liebe, aber nicht gleich mit Höchstgeschwindigkeit auf die Beine zu stellen versuche. Die Visitenkarten sind gedruckt und liegen aus, der Blog läuft und das Buchschreiben ist eine nette Nebentätigkeit auf meiner Reise durch’s Leben. Und das, weil ich meine Ziele anders setze: SMARTer. Im Rahmen meiner Möglichkeiten – und sie schwingen jeden Tag ein wenig mit.
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, Ziele SMART zu setzen. Es ist eine strukturierte Herangehensweise, ein realistisches Ziel zu formulieren, an dem du dich langfristig orientieren kannst.
SMART steht hierbei für:
– S / Spezifisch: Was genau soll erreicht werden? Wer ist beteiligt?
(z.B.: „Ich möchte eine realistische Jobperspektive finden, die zu meiner aktuellen Gesundheit, meinen Fähigkeiten und meinen Bedürfnissen an ein gesundes Arbeitssetting passt.“)
– M / Messbar: Wie wird der Erfolg gemessen? Welche Kennzahlen gibt es?
(z.B.: „Ich habe mein Ziel erreicht, wenn ich zwei bis drei konkrete Berufsfelder erprobt habe und benennen kann, die mir gefallen.“)
– A / Attraktiv/Akzeptiert/Ausführbar: Ist das Ziel ansprechend und motivierend? Ist es mit den vorhandenen Mitteln machbar?
(z.B.: „Es entlastet mich, es erlaubt mir, mich zu erproben und gibt mir das Gefühl, meine berufliche Zukunft aktiv und selbstfürsorglich zu gestalten.“)
– R / Realistisch: Ist das Ziel erreichbar und relevant für die Gesamtzielsetzung?
(z.B.: „Das Ziel ist realistisch, da es keine sofortige Entscheidung benötigt, meine aktuelle Lebensphase berücksichtigt und auf kleine, machbare Schritte heruntergebrochen werden kann.“)
– T / Terminiert: Bis wann soll das Ziel erreicht sein?
(z. B.: „Ich nehme mir ein Jahr Zeit, mein Ziel zu erreichen.“)
Das Ziel lautet am Ende also wie im Beispiel: „Mein Ziel ist es, innerhalb eines Jahres eine gesunde, realistische Jobperspektive zu entwickeln, die zu mir passt.“
Hieraus kannst du bspw. folgende Schritte ableiten, die du im Laufe dieses Zeithorizonts abarbeitest:
– Einmal pro Woche verschiedene Berufsfelder recherchieren, die zu meinem bevorzugten Setting passen
– Jeweils ein Praktikum, eine Hospitation oder ein zeitlich begrenztes Projekt gleichzeitig ausführen, um herauszufinden, wie ich mich in dem Setting fühle
– Täglich reflektieren, was ich erlebt habe, und im Laufe der Zeit eine tragfähige Perspektive formulieren
– Einmal pro Woche mein bisheriges Arbeitsleben analysieren: Was tat mir gut? Was tat mir nicht gut?
Solltest du bei der Definition des SMARTen Ziels oder bei der Ableitung von Schritten Hilfe benötigen, kann ich zudem empfehlen, sich von außen Unterstützung zu holen. In meinem Fall sieht das so aus, dass ich mit meinen engsten FreundInnen, meiner Familie und meinem Partner, sowie mit meinen KollegInnen in Kontakt trete. Auch ChatGPT kann hierbei ein hilfreiches Werkzeug sein, das man um Rat fragen kann, sollte man einmal nicht weiterwissen.
»Die richtigen Inhalte für dich findest du in dir selbst«
Wie ich, kannst auch du finden, was dich am meisten begeistert. Schlussendlich kreisen die Inhalte, für die ich mich interessiere, immer um die psychologisch fundierte Pädagogik.
Irgendetwas in dieser großen Bubble an Unterthemen, die damit einhergehen, ist immer schon das gewesen, was mich am meisten begeistert hat. Egal, ob ich zurückdenke an mein Studium, in dem ich zum ersten Mal mit Personalentwicklung, Organisationssoziologie und Arbeits- und Organisationspsychologie in Kontakt kam. Oder an meine Arbeitstätigkeiten, in denen ich immer wieder mit Schulungen konfrontiert wurde, in denen es um Rhetorik, Gewaltfreie Kommunikation, Achtsamkeit am Arbeitsplatz oder das mentale Wohlbefinden ging. Auch wenn ich an mein Privatleben denke – an die Bücher, die ich lese, die Therapiesitzungen, oder Beziehungen, über die ich am liebsten spreche – kommen diese Themen immer wieder auf und bereiten mir Freude.
Selbst in der Zeit, als ich meine Selbstständigkeit aufbaute, begleitete mich großes Wohlbefinden, als ich mich genau auf solche Themen konzentrieren durfte. Auch auf meinem Blog, in meinen Gedichten und in diesem Buch geht es schlussendlich um nichts anderes als Psychologie und Pädagogik. Vielleicht noch ein paar andere Themen drumherum – die Quintessenz ist aber immer dieselbe.
Ich liebe Methoden, praktische Anwendungsbeispiele für Personen, die sich selbst reflektieren wollen, und die Reise des Lebens. Tiefgründige Themen faszinieren mich, wohin ich blicke, und ich habe heute herausgefunden, dass der Job, der in meiner Zukunft liegt, sich mit solchen Themen beschäftigen sollte. Welcher Job das ist? Ich hab‘ keine Ahnung. Aber immerhin habe ich schon eine Ahnung davon, wohin die Reise gehen wird – und in genau diese Richtung setzte ich mein Ziel.
Was du für dich aus diesem Kapitel ableiten kannst:
Finde dein Ikigai – als erster Überblick.
Beantworte hierfür folgende Fragen:
– Was liebe ich zu tun? Was bringt mich zum Strahlen?
– Worin bin ich besser als die anderen? Worin könnte ich besser sein als alle anderen?
– Was benötigt die Welt aus meiner Sicht?
– Wofür kann ich bezahlt werden?
Im nächsten Schritt findest du die Schnittmengen, die sich aus den oben beantworteten Fragen ergeben:
– Flow: In welchen Tätigkeiten bist du gut und hast gleichzeitig Freude und Begeisterung?
– Berufung: Was will die Welt von mir, wofür ich Anerkennung und Geld bekommen kann?
Zuletzt definierst du die Überschneidung aus Flow und Berufung in einem kurzen Satz:
– Ikigai: Was kann meine persönliche Mission und Bestimmung sein?
Voilà, dein Ikigai ist gefunden. Nutze es als Orientierungshilfe für die nächsten Schritte und als erweitertes Big Picture neben deinem Traum-Setting aus dem letzten Kapitel.
Setze dein Ziel und formuliere die nächsten Schritte.
Frage dich hierfür:
– S: Was genau soll erreicht werden? Wer ist beteiligt?
– M: Wie wird der Erfolg gemessen? Welche Kennzahlen gibt es?
– A: Ist das Ziel ansprechend und motivierend? Ist es mit den vorhandenen Mitteln machbar?
– R: Ist das Ziel erreichbar und relevant für die Gesamtzielsetzung?
– T: Bis wann soll das Ziel erreicht sein?
Leite daraus deine nächsten drei bis vier Schritte ab, mithilfe derer du dein Ziel definitiv erreichen kannst, und plane sie aktiv in deine Wochenstruktur ein. Du kannst dir hierfür einen täglichen/wöchentlichen Wecker stellen, einen wiederkehrenden Termin in den Kalender eintragen oder per Push-Mitteilung benachrichtigt werden. Nutze die Technologie, die sich für dich richtig anfühlt. Und sollte es ein Kalender auf deinem Tisch oder ein Jahres-Workbook sein, sind auch diese dafür bestens geeignet. Hauptsache, es spricht dich an und lässt dich an deinem Ziel festhalten.
Geh in dich und beantworte dir, welche Inhalte dich am meisten interessieren.
Hattest du schon immer ein großes Interesse an Astrophysik? Oder war es doch die Technik, mit der die neusten Endgeräte produziert werden? Vielleicht ist es auch die Pflege von älteren Personen. Oder durch die neueste Kryptowährung einen Haufen Geld zu verdienen. War es vielleicht immer schon, deine eigene Musik zu machen? Oder verschlingst du förmlich alle Bücher, in denen es um Geschichte oder Politik geht?
Welches Thema kommt in all deinen Lebensbereichen immer wieder vor? Welche Inhalte fesseln dich, ohne dass es sich für dich wie Arbeit anfühlt? Blicke einmal in dein Bücherregal und schau dir an, welche Podcasts du hörst. Über welche Themen könntest du dich fusselig reden? Mit welchen Themen warst du in deiner schulischen oder beruflichen Laufbahn immer auf einer Wellenlänge? Wo hast du deine themenspezifische Passion?
