Bewerben und Praktika machen

Bewerben und Praktika machen

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 8

Der Übergang vom Nachdenken ins Handeln beginnt oft mit der simplen, aber wirkungsvollen Entscheidung: »Ich probiere es aus.«

Gerade wenn du noch nicht zu hundert Prozent weißt, wo du hinwillst, helfen reale Einblicke mehr als jede theoretische Überlegung. Bewerbungen und Praktika sind hierbei keine endgültigen Festlegungen – sie sind Experimentier­räume.

Ein guter Startpunkt ist dabei überraschend pragmatisch: Setze mindestens drei Einrichtungen auf deine Bewerbungsliste, bei denen du ein Praktikum machen möchtest. Warum drei? Weil Alternativen Druck herausnehmen. Wenn du dich nur auf eine Option fixierst, wird jede Absage existenziell. Mit mehreren Möglichkeiten bleibt Spielraum – und du bleibst handlungsfähig.

Doch fangen wir am Anfang an:

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Welche Fördermöglichkeiten habe ich?

Fördermöglichkeiten

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 7

Plan A ist bei vielen klar definiert: Man finanziert seine Ausbildung oder sein Studium weitestgehend selbst. Man arbeitet nebenbei, lernt, mit Geld umzugehen, und hat dieses angenehme Gefühl von „Ich kriege mein Leben auf die Reihe“ – ein klares Kontrastprogramm zu dem, sich für Fördermöglichkeiten zu interessieren.

Bei mir lief das lange genauso. Anfangs finanzierte meine Familie meine Ausbildung. Im Studium hieß es dann: Eigenanteil erwirtschaften. Also arbeitete ich parallel in einer Stelle, die klang wie aus einem Imagefilm: Krisenmanagement/Governance Security, großer Konzern, ein Jahrhundert lang am Markt, über 150.000 Mitarbeitende. Ein Traumjob für klassische BetriebswirtInnen – und objektiv betrachtet wirklich richtig gut. Ich verdiente ordentlich. So ordentlich, dass ich mein Leben finanzieren konnte, mir ein bisschen Komfort leistete und auf das monatliche Geld meiner Familie noch etwas drauflegte. Ich war offiziell im Club der „Das klappt schon“-Menschen.

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Die Hilfe von anderen und wie berufliche Wege aussehen können

Die Hilfe von anderen und wie berufliche Wege aussehen können

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 6

Es gibt diesen erstaunlich hartnäckigen Mythos, berufliche Wege funktionierten nur dann richtig, wenn man sie allein gehe: Zielstrebig, unbeeindruckt und möglichst ohne sichtbare Unsicherheiten. Hilfe erscheint in diesem Bild schnell wie ein Makel – als hätte der eigene Berufsweg nur dann einen Wert, wenn niemand zwischendurch eine Tür aufhält. Die Realität ist deutlich menschlicher. Kaum ein beruflicher Weg entsteht im luftleeren Raum. Und noch seltener verläuft er so geradlinig, wie Lebensläufe aussehen, wenn sie ordentlich in Stichpunkte gezwängt wurden.

Auch ich habe lange geglaubt, Hilfe anzunehmen bedeute, etwas nicht aus eigener Kraft zu schaffen. Heute sehe ich das anders. Unterstützung zu bekommen ist keine Schwäche, sondern eine Ressource – und oft auch ein Hinweis darauf, dass man clever genug war, nicht jedes Problem allein lösen zu wollen. Berufliche Entwicklung verläuft selten wie eine saubere Aufwärtskurve. Sie gleicht eher einer Wanderung mit Abzweigungen, Umwegen und gelegentlichen Momenten, in denen jemand von außen auf einen Weg zeigt, den man selbst übersehen hat.

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Wie Strukturen helfen – speziell für Neurodiverse

Struktur

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 5

»Strukturen sind doch so überflüssig«, dachte ich Anfang zwanzig noch. Ich war spontan, kreativ, flexibel – und etwas chaotisch. Struktur klang für mich nach starren Vorgaben, nach kreativitätsfreien Zeitslots, nach einem ständigen „man muss“. Ich verband sie mit Tabellen, endlosen To-do-Listen und Erinnerungen, die eher Druck als Orientierung erzeugten. Für mich war Struktur das Gegenteil von Freiheit – und damit kein Nährboden für Kreativität.

Mit dem Berufseinstieg änderte sich diese Haltung grundlegend. Struktur war plötzlich keine Option mehr, sondern eine Voraussetzung dafür, arbeitsfähig zu sein. Ich musste lernen, meinen beruflichen Alltag bewusst zu ordnen, um nicht den Überblick zu verlieren. Struktur entpuppte sich als Entlastung. Und ich begann zu ahnen, dass ich Freiheit vielleicht missverstanden hatte.

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Das richtige Setting im Überblick

Setting

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 4

Seit ich beschlossen hatte, meinen Job als Beraterin in Hamburg an den Nagel zu hängen, begleitet mich eine Frage hartnäckiger als jeder Montagmorgen: „Trägt mein Job eigentlich zu meiner Gesundheit bei – oder sabotiert er sie?“

Früher hätte ich diese Frage wahrscheinlich belächelt. Arbeit war Arbeit. Gesundheit war ein Teil der Freizeit – nicht des Settings. Zwei getrennte Lebensbereiche, die höflich aneinander vorbeiexistierten. Heute weiß ich: Das ist ungefähr so realistisch wie zu glauben, man könne acht Stunden täglich gegen sich selbst arbeiten und abends einfach wieder man selbst sein. Es verbiegt und verzerrt das Selbst.

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Die richtigen Inhalte finden und wie du dein Ziel setzt

Ziel

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 3

Die wohl den meisten bekannte Frage, ist die nach dem „Was?“
Dieses nahm bei mir schon verschiedene Formen an. Erst BTA (biologisch-technische Assistentin), dann Betriebswirtin. Ehrlich habe ich mich aber erst gefragt, als ich in meiner Quarterlife-Crisis ankam. Was könnte wirklich das Richtige für mich sein – und das für möglichst lange Zeit? Ich begann mit dem Ikigai-Modell auf die Suche zu gehen. Ich lernte es, effektiv Ziele zu setzen und kleine Schritte zu planen, die bewältigbar waren. Die Reise hatte begonnen. Die Suche war gestartet. Und ich war mittendrin, das Eine zu finden, was mich langfristig glücklich stimmen würde.

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Neurodiversi-was? – Was Neurodiversität bedeutet

Neurodiversität

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 2

„Neurodiversität“ war für mich lange eines dieser Wörter, die nicht in meinem Wortschatz existierten. Und dann tauchte es plötzlich überall auf – wie ein Song im Radio, den man einmal hört und danach nicht mehr loswird.

Spätestens an dem Tag, an dem ich meine ADHS-Diagnose bekam, war klar: Dieses Wort bleibt. Und es hatte ziemlich viel mit mir zu tun.

Rückblickend hatte ich mich schon immer ein bisschen „anders“ gefühlt – nicht dramatisch, eher subtil. Mein Denken war schneller, sprunghafter, manchmal tiefer, manchmal chaotischer. Ich verlor mich in Details, während andere längst weiter waren. Gleichzeitig verlegte ich Dinge, vergaß Absprachen und schwankte zwischen Über- und Unterforderung. Lange hielt ich das für persönliche Schwächen. Für mangelnde Disziplin. Für ein ständiges „Das müsste ich doch besser können“. Bis ich mich näher mit meinem ADHS und meiner Neurodiversität beschäftigte und auf große Erleichterung stieß.

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Ich bin nicht gescheitert – ich bin unterwegs

Ich bin nicht gescheitert – ich bin unterwegs

Der Weg zum Traumjob für neurodiverse Personen, Teil 1

Ich stehe am Anfang, während ich mittendrin bin: Irgendwo zwischen einer abgeschlossenen Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin, einem abgeschlossenen Studium zur Betriebswirtin (B. A.), zwölf Jahren Berufserfahrung in der Industrie und den ersten Praktika im Sozialwesen, die in Richtung Ausbildung zur Erzieherin steuern. Vielleicht mein Traumjob? Wer weiß…

Inmitten meiner beruflichen Meilensteine und meiner Zukunft stehe ich: Sophia, Anfang 30 und mit wenig Klarheit darüber, wo und als was ich arbeiten möchte, aber mit einer wachsenden Ahnung davon, wie es sich nicht mehr anfühlen darf. Was diese Phase so widersprüchlich macht, ist genau das, was sie so wertvoll macht: Ich bin nicht gescheitert. Ich bin auch nicht am Ziel. Ich bin an einem Punkt, an dem Stillstand nicht mehr möglich ist – und blinder Aktionismus auch nicht.

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Worte der Liebe

Liebe

Du blickst mich an – ich seh‘ in dir
genauso viel Liebe, wie in mir;
Dann dein Lächeln und deine Küsse –
Amor trifft all seine Schüsse.

Ich dichte heimlich, dichte leise,
auf die allerschönste Weise,
über das, mit dir zu sein –
ich bin dein und du bist mein.

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Beziehungskrise: Auseinandergelebt – was tun? Wieder zusammenfinden in 7 Schritten

Beziehungskrise: Auseianndergelebt – wie retten?

Eine Beziehungskrise ist wie ein WLAN-Ausfall: Man merkt es erst, wenn gar nichts mehr geht. „Auseinandergelebt“ klingt dabei so höflich wie ein Sonntagsbesuch bei den Schwiegereltern – in Wahrheit ist es eher ein stiller Hausbrand mit IKEA-Duftkerzen.
Aber keine Sorge: Mit einem Schuss Humor, einem Löffel Psychologie und einem Eimer Kommunikation lässt sich der Beziehungs-Reset durchaus meistern. 😌❤️


Schritt 1 – Die Beziehungskrise im Porzellanladen begrüßen 🙋🏼‍♀️

Der erste Schritt? Ehrlich sagen, was Sache ist.
Nicht im Streit, nicht zwischen Tür und Wäschekorb, sondern in einem ruhigen Moment, mit Sätzen wie:

»Ich hab das Gefühl, wir leben nebeneinander her – und das macht mich traurig.« oder
»Früher haben wir mehr gelacht. Heute schweigen wir eleganter.«

Humor hilft, die Schwere rauszunehmen und Beziehungspflege beginnt mit der Erkenntnis: Wir sind gerade nicht nah, aber wir wollen es wieder sein. Und schon geht die Reise weiter. 🧭

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