Welche Fördermöglichkeiten habe ich?

Fördermöglichkeiten

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 7

Plan A ist bei vielen klar definiert: Man finanziert seine Ausbildung oder sein Studium weitestgehend selbst. Man arbeitet nebenbei, lernt, mit Geld umzugehen, und hat dieses angenehme GefĂŒhl von „Ich kriege mein Leben auf die Reihe“ – ein klares Kontrastprogramm zu dem, sich fĂŒr Fördermöglichkeiten zu interessieren.

Bei mir lief das lange genauso. Anfangs finanzierte meine Familie meine Ausbildung. Im Studium hieß es dann: Eigenanteil erwirtschaften. Also arbeitete ich parallel in einer Stelle, die klang wie aus einem Imagefilm: Krisenmanagement/Governance Security, großer Konzern, ein Jahrhundert lang am Markt, ĂŒber 150.000 Mitarbeitende. Ein Traumjob fĂŒr klassische BetriebswirtInnen – und objektiv betrachtet wirklich richtig gut. Ich verdiente ordentlich. So ordentlich, dass ich mein Leben finanzieren konnte, mir ein bisschen Komfort leistete und auf das monatliche Geld meiner Familie noch etwas drauflegte. Ich war offiziell im Club der „Das klappt schon“-Menschen.

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Wie Strukturen helfen – speziell fĂŒr Neurodiverse

Struktur

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 5

»Strukturen sind doch so ĂŒberflĂŒssig«, dachte ich Anfang zwanzig noch. Ich war spontan, kreativ, flexibel – und ein bisschen chaotisch. Struktur klang fĂŒr mich nach EinschrĂ€nkung. Nach festen Zeiten, egal ob sie zu mir passten oder nicht. Nach einem stĂ€ndigen „man muss“. Ich dachte an Excel-Tabellen, kreativitĂ€tsfreie To-Do-Listen und Kalendererinnerungen, die einen mit einem kritischen Unterton daran erinnerten, dass man schon wieder etwas vergessen hatte. FĂŒr mich war Struktur das Gegenteil von Freiheit – und definitiv kein Ort, an dem KreativitĂ€t wachsen sollte.

Mit dem Berufseinstieg kam dann die RealitĂ€t. Organisation war plötzlich keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung. Und so lernte ich – notgedrungen – mein Organisationstalent kennen. Ich wurde zu einem dieser Menschen mit farbcodiertem Kalender, Wochenplan und der FĂ€higkeit, den Überblick zu behalten, wĂ€hrend um mich herum mehrere Themen gleichzeitig eskalierten. Zu meiner eigenen Überraschung funktionierte das. Struktur half mir, den Alltag zu sortieren – und schuf genau dadurch den Raum, in dem ich meine Arbeit mit Freude und Fokus erledigen konnte.

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Das richtige Setting im Überblick

Setting

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 4

Seit ich beschlossen hatte, meinen Job als Beraterin in Hamburg an den Nagel zu hĂ€ngen, begleitet mich eine Frage hartnĂ€ckiger als jeder Montagmorgen: „TrĂ€gt mein Job eigentlich zu meiner Gesundheit bei – oder sabotiert er sie?“

FrĂŒher hĂ€tte ich diese Frage wahrscheinlich belĂ€chelt. Arbeit war Arbeit. Gesundheit war ein Teil der Freizeit – nicht des Settings. Zwei getrennte Lebensbereiche, die höflich aneinander vorbeiexistierten. Heute weiß ich: Das ist ungefĂ€hr so realistisch wie zu glauben, man könne acht Stunden tĂ€glich gegen sich selbst arbeiten und abends einfach wieder man selbst sein. Es verbiegt und verzerrt das Selbst.

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Die richtigen Inhalte finden und wie du dein Ziel setzt

Ziel

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 3

Die wohl den meisten bekannte Frage, ist die nach dem „Was?“
Dieses nahm bei mir schon verschiedene Formen an. Erst BTA (biologisch-technische Assistentin), dann Betriebswirtin. Ehrlich habe ich mich aber erst gefragt, als ich in meiner Quarterlife-Crisis ankam. Was könnte wirklich das Richtige fĂŒr mich sein – und das fĂŒr möglichst lange Zeit? Ich begann mit dem Ikigai-Modell auf die Suche zu gehen. Ich lernte es, effektiv Ziele zu setzen und kleine Schritte zu planen, die bewĂ€ltigbar waren. Die Reise hatte begonnen. Die Suche war gestartet. Und ich war mittendrin, das Eine zu finden, was mich langfristig glĂŒcklich stimmen wĂŒrde.

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Neurodiversi-was? – Was NeurodiversitĂ€t bedeutet

Neurodiversität

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 2

„NeurodiversitĂ€t“ war fĂŒr mich lange eines dieser Wörter, die nicht in meinem Wortschatz existierten. Und dann tauchte es plötzlich ĂŒberall auf – wie ein Song im Radio, den man einmal hört und danach nicht mehr loswird.

SpÀtestens an dem Tag, an dem ich meine ADHS-Diagnose bekam, war klar: Dieses Wort bleibt. Und es hatte ziemlich viel mit mir zu tun.

RĂŒckblickend hatte ich mich schon immer ein bisschen „anders“ gefĂŒhlt – nicht dramatisch, eher subtil. Mein Denken war schneller, sprunghafter, manchmal tiefer, manchmal chaotischer. Ich verlor mich in Details, wĂ€hrend andere lĂ€ngst weiter waren. Gleichzeitig verlegte ich Dinge, vergaß Absprachen und schwankte zwischen Über- und Unterforderung. Lange hielt ich das fĂŒr persönliche SchwĂ€chen. FĂŒr mangelnde Disziplin. FĂŒr ein stĂ€ndiges „Das mĂŒsste ich doch besser können“. Bis ich mich nĂ€her mit meinem ADHS und meiner NeurodiversitĂ€t beschĂ€ftigte und auf große Erleichterung stieß.

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Ich bin nicht gescheitert – ich bin unterwegs

Ich bin nicht gescheitert – sondern auf dem Weg zum Traumjob

Der Weg zum Traumjob fĂŒr neurodiverse Personen, Teil 1

Ich stehe am Anfang, wĂ€hrend ich mittendrin bin: Irgendwo zwischen einer abgeschlossenen Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin, einem abgeschlossenen Studium zur Betriebswirtin (B. A.), zwölf Jahren Berufserfahrung in der Industrie und den ersten Praktika im Sozialwesen, die in Richtung Ausbildung zur Erzieherin steuern. Vielleicht mein Traumjob? Wer weiß…

Inmitten meiner beruflichen Meilensteine und meiner Zukunft stehe ich: Sophia, Anfang 30 und mit wenig Klarheit darĂŒber, wo und als was ich arbeiten möchte, aber mit einer wachsenden Ahnung davon, wie es sich nicht mehr anfĂŒhlen darf. Was diese Phase so widersprĂŒchlich macht, ist genau das, was sie so wertvoll macht: Ich bin nicht gescheitert. Ich bin auch nicht am Ziel. Ich bin an einem Punkt, an dem Stillstand nicht mehr möglich ist – und blinder Aktionismus auch nicht.

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Psychotherapie: Warum sie 1 Leben drastisch verÀndert

Psychotherapie

Psychotherapie ist lĂ€ngst kein Tabuthema mehr – und das aus gutem Grund.
Immer mehr Menschen erkennen, die mentale Gesundheit ist genauso wichtig, wie die körperliche Fitness – und andersherum. đŸ’ȘđŸœ
Noch immer zögern viele, in Therapie zu gehen. Dabei ist Therapie ein Zeichen fĂŒr SelbstfĂŒrsorge, StĂ€rke und Offenheit fĂŒr persönliches Wachstum! đŸŒ±

In diesem Beitrag erfĂ€hrst du, warum sich Psychotherapie fĂŒr dich lohnen kann, wie du die/den richtige/n Therapeut/in findest und was dich in den Sitzungen erwartet. 🔍

Warum Psychotherapie ein mentales Fitnessstudio ist

Viele Menschen glauben, dass sie erst in einer tiefen Krise stecken mĂŒssen, um eine Therapie zu beginnen. Falsch! Psychotherapie ist nicht nur fĂŒr den Notfall da, sondern hilft, langfristig stark zu bleiben.

Therapie zu starten ist, wie das erste Mal ins Fitnessstudio zu gehen: Am Anfang fĂŒhlt es sich ungewohnt an, doch je öfter du „trainierst“, desto besser wirst du. Genau wie dich dein Training im Fitness stĂ€rker oder die DehnĂŒbungen beim Yoga flexibler machen, hilft dir Therapie dabei, besser mit Stress, Ängsten und Denkmustern umzugehen, die auf ein hochqualitatives Update warten. 🔄
Ganz nach dem Motto: Werde zur besten Version deines Selbst. đŸ€©

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Das kleine Wir

Das kleine Wir

Der Blick aufs Selbst ist reflektiert:
Das MĂ€dchen erstarrt, dissoziiert;
ĂŒberlebt, indem es anteiliges Bewusstsein isoliert.
Die Jugendliche beschwert sich und rebelliert;
reißt aus, lenkt sich ab, wĂ€hrend sie ihre Gesundheit riskiert.
Doch die Erwachsene begreift – beginnt zu kombinieren –
wie man bewÀltigt, VerdrÀngtes zu rekapitulieren,
um selbstaufmerksam, heilend, zu registrieren:
Es geht darum, besser als die Eltern zu agieren
und sich nicht fĂŒr NeurodiversitĂ€t zu genieren.
Sie hilft sich selbst, beginnt Vertraute zu involvieren
und eine bessere Zukunft zu kreieren.

In der Zukunft findet sie mit etwas GlĂŒck
schon bald in ihre Heimat zurĂŒck.
Dort warten Gesundheit und die richtigen Leute,
sowie die Leidenschaft, die ihr ihr Leben bedeutet.
Wegen ihr stauten sich TrÀnen in ihren Augen an,
als sie ĂŒber ein Kinderbuch gebeugt in der Buchhandlung stand.
In ihren HÀnden lag »Das kleine Wir«
unvermittelt prÀsentierte es ihr,
dass es fĂŒr Wir’s so etwas wie ein Jenseits gab –
auch fĂŒr Familien, die des Scheins nach außen einmal eine waren.
Das kleine Wir lag regungslos in ihren HĂ€nden –
nach ihrem suchend blÀtterte sie zwischen den BÀnden.
Da erinnerte sie sich daran, zu reflektieren:
Als MĂ€dchen war sie erstarrt, am dissoziieren;
ĂŒberlebte, dadurch, anteiliges Bewusstsein zu isolieren.
Als Jugendliche beschwerte sie sich, war am Rebellieren;
riss aus, lenkte sich ab, wÀhrend sie dabei war, ihr Leben zu riskieren.
SpÀter entschied sie sich Psychologie zu studieren,
um Betroffenen zu helfen – sie darĂŒber zu informieren:

Wir sollten beginnen, uns nicht fĂŒr Dinge zu stigmatisieren,
die uns seit Kindheit und Jugend tief deprimieren.

Erwachsene sind verantwortlich, ihr Leben zu reflektieren
und fĂŒr die Kinder eine bessere Zukunft zu modellieren.
Auf dass wir beginnen, empathisch auf psychische Krankheiten zu reagieren,
anstelle teilnahmslos von außen zu registrieren:
»Kennzeichen von Narzissmus ist unsittliches Manipulieren.«
Damit wir aufhören, das Leben von MinderjÀhrigen zu ruinieren
und sie nicht an Krankheiten oder gar den Tod verlieren.